Astondoa Shipyard

1 – Kurze Beschreibung Ihrer Organisation und Ihrer Hauptverantwortung im Projekt

Die 1916 gegründete Werft Astondoa zählt zu den traditionsreichsten Yachtbauern Spaniens und verfügt über mehr als ein Jahrhundert Erfahrung in Konstruktion und Bau von Freizeitbooten und Yachten.

Als Familienunternehmen in vierter Generation verbindet Astondoa traditionelle Handwerkskunst mit fortschrittlicher Ingenieurstechnik sowie modernen Design- und Fertigungsverfahren. Im Laufe ihrer Geschichte hat die Werft mehr als 3.000 Schiffe gebaut und sich sowohl auf dem spanischen als auch auf dem internationalen Markt für Freizeitboote fest etabliert.

Mit Hauptsitz in Santa Pola (Alicante) betreibt Astondoa spezialisierte Fertigungsstätten, die die verschiedenen Phasen des Yachtbaus abdecken. Das Leistungsspektrum umfasst die Verbundwerkstofffertigung, Tischlerei, Mechanik und Metallbau, Polsterei sowie Ausbau- und Refit-Arbeiten. Diese hohe Fertigungstiefe ermöglicht es dem Unternehmen, den Produktionsprozess genau zu steuern und jede Yacht an die technischen und individuellen Anforderungen des Eigners anzupassen.

Innovation spielt eine zentrale Rolle in der industriellen Entwicklung von Astondoa. Die Werft setzt fortschrittliche Technologien wie CAD/CAM-Design, 5-Achs-Bearbeitung, 3D-Druck und Vakuuminfusionsverfahren für Verbundwerkstoffe ein. Zudem arbeiten die Entwicklungs- und Produktionsteams an der Konzeption und Anwendung leichterer, effizienterer Verbundstrukturen. Ziel ist es, das Gewicht der Schiffe zu reduzieren, die Leistung zu steigern und den Kraftstoffverbrauch zu senken, ohne dabei Kompromisse bei struktureller Festigkeit und Langlebigkeit einzugehen.

Im Rahmen von TEcoNaut bringt Astondoa die Perspektive eines etablierten europäischen Bootsbauers ein, der in einem realen industriellen Umfeld tätig ist. Die Beteiligung des Unternehmens schafft eine wichtige Verbindung zwischen den Forschungs-, Ausbildungs- und Entwicklungsaktivitäten des Projekts und den praktischen Anforderungen des Yachtbaus.

Die Anlagen von Astondoa bieten zudem ein Umfeld, in dem Studierende, Ausbilder, Forschende und Technologieanbieter aus erster Hand Einblicke in industrielle Bootsbauprozesse gewinnen und die praktische Anwendung innovativer, nachhaltigerer Materialien und Technologien erproben können. Die auf der Werft stattfindenden TEcoNaut-Aktivitäten – darunter Workshops zum gegenseitigen Kompetenzaustausch (Skills-Shadowing) – fördern den Wissenstransfer zwischen Industrie, Bildungswesen und Technologieanbietern. Durch die Beteiligung an dem Projekt trägt Astondoa dazu bei, sicherzustellen, dass die im Rahmen von TEcoNaut entwickelten Kompetenzen, Schulungsprogramme und technologischen Lösungen den tatsächlichen Anforderungen und Rahmenbedingungen der Freizeitbootsbauindustrie entsprechen.

2 – Ein paar Worte dazu, warum Sie dieses Projekt für notwendig halten.

Der Übergang zu einem nachhaltigeren Bootsbau erfordert nicht nur die Entwicklung neuer Materialien und Technologien, sondern auch die Fähigkeit, diese wirksam in die tatsächlichen Konstruktions- und Fertigungsprozesse zu integrieren.

Für eine etablierte Werft wie Astondoa hängt dieser Wandel von Fachkräften ab, die sowohl mit konventionellen Bootsbautechniken als auch mit neuen Technologien vertraut sind – darunter moderne, nachhaltige Verbundwerkstoffe, Kreislaufwirtschaft, Lebenszyklusbetrachtungen und ressourceneffizientere Fertigungsverfahren.

TEcoNaut schlägt eine wichtige Brücke zwischen Bildung, Forschung und Industrie und trägt dazu bei, dass die nächste Generation von Bootsbaufachleuten jene technischen und praktischen Kompetenzen erwirbt, die für den sich wandelnden Sektor des Freizeitbootsbaus erforderlich sind.

Durch die Vernetzung von Werften, Materialspezialisten, Hochschulen, Berufsbildungszentren und Branchenverbänden schafft das Projekt ein wirksames Umfeld, um Innovationen in die industrielle Praxis zu überführen und den langfristigen ökologischen Wandel des europäischen Bootsbaus zu unterstützen.